zur Startseite
www.lmu.de  |  Fakultät 12  |  Sitemap  |  LMU-Portal
print

Projekte Prof. Dr. Albrecht Berger

Edition der Kirchengeschichte des Nikephoros Kallistou Xanthopoulos

Die Kirchengeschichte des Nikephoros Kallistou Xanthopoulos ist das einzige bedeutende Werk dieser Gattung aus der spätbyzantinischen Zeit (bisher zugänglich in PG 145–147). Die Neuedition erfolgt gemeinsam mit Christian Gastgeber und Sebastiano Panteghini vom Institut für Byzanzforschung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (http://www.oeaw.ac.at/byzanz/nkx.htm). Ihr liegt der zeitgenössische codex unicus zugrunde, der Vindobonensis Hist. gr. 8. Die Edition wird in der Series Vindobonensis des Corpus Fontium Historiae Byzantinae erscheinen.

Die byzantinischen Bauprojekte Ludwigs II. von Bayern

LudwigUnter den zahlreichen Bauprojekten König Ludwigs II. von Bayern befinden sich auch mehrere im byzantinischen Stil, darunter mehrere Entwürfe für Schloß Linderhof, das dann tatsächlich im Stil des französischen Rokoko erbaut wurde, für eine nahegelegene Burg und schließlich für den Ausbau der Burgruine Falkenstein. Mit Ausnahme des Audienzsaals in der Burg Neuschwanstein wurde aber keines dieser Projekte verwirklicht. Das Projekt soll die Geschichte der verschiedenen Planungen anhand der erhaltenenen Dokumente näher untersuchen und ihren Platz in der Geschichte der historisierenden Architektur des 19. Jh. bestimmen.

Die Bosporomachia des Senior Momars

MomarsIm Jahr 1752 verfaßte Caspar Ludwig Momartz (Momars, 1696-1761), erster Dolmetscher der österreichischen Botschaft in Konstantinopel, die Bosporomachia, ein fast 4000 Verse langes Gedicht in gereimten neugriechischen Fünfzehnsilbern, in dem die Schwestern Europa und Asien darum streiten, welcher von den beiden die schönere Seite des Bosporos gehört.

Die Bosporomachia wurde postum 1766 in Leipzig durch Evgenios Voulgaris, ein zweites Mal in Venedig 1792 gedruckt und war lange Zeit eines der populärsten Werke der sogenannten phanariotischen Literatur. Sie enthält neben langen lyrischen Passagen und Naturschilderungen auch sehr bemerkenswerte Nachrichten zum Leben der christlichen Minderheiten im Konstantinopel des 18. Jh. und zur osmanischen Zeitgeschichte. Durch die betont umgangssprachliche Diktion und die Verwendung zahlreicher osmanisch-türkischer Wörter ist sie auch ein bedeutendes sprachgeschichtliches Dokument.

Ziel des Projekts ist eine Neuausgabe des Textes mit einem historischen und topographischen Kommentar.

Impressum - Datenschutz - Kontakt