Neogräzistik

Die Neogräzistik befasst sich als Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft mit der Sprache, der Literatur, der Kulturgeschichte und der Landeskunde Griechenlands, Zyperns, früher griechischsprachiger Gebiete (Balkanhalbinsel, Kleinasien, Süditalien) und der modernen Diaspora von ca. 1500 bis zur Gegenwart mit einem Epochenschwerpunkt nach 1800. Kerngebiete des Fachs, die in Forschung und Lehre umfassend vertreten werden, sind die neugriechische Sprache und Sprachgeschichte, die neugriechische Literatur- und Kulturgeschichte vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, die Darstellung und Theorie interkultureller Beziehungen in den griechischen Sprach- und Kulturräumen, die Textanalyse, -interpretation und -kritik innerhalb der neugriechischen Literatur und ihre historische Aufarbeitung sowie die Analyse griechischer und internationaler Kulturphänomene in Film und anderen Medien. Die Forschung bedient sich literatur- und sprachwissenschaftlicher, philologischer und historischer Methoden.Mehrere Stipendiaten des Fachs nehmen jährlich an Sprach-Intensivkursen griechischer Universitäten (Athen, Thessaloniki) teil. Ein Erasmus-Austauschprogramm mit 4 griechischen (Thessaloniki, Patras, Kreta, Komotini) und einer zypriotischen Universität (Nikosia) besteht seit einigen Jahren. Jährliche interuniversitäre Workshops und Blockseminare (München, Hamburg, Berlin) finden seit dem SS 2008 im Literaturhaus auf Paros/Zykladen statt.